Ein Vorvertrag für einen Ausbildungsvertrag kann sinnvoll sein, wenn sich Ausbildungsbetrieb und zukünftiger Auszubildender bereits auf die wesentlichen Punkte geeinigt haben, der eigentliche Ausbildungsvertrag aber erst zu einem späteren Zeitpunkt abgeschlossen werden soll.
Mit einer passenden Mustervorlage lassen sich die wichtigsten Vereinbarungen frühzeitig schriftlich festhalten. Das schafft Planungssicherheit für beide Seiten und kann Missverständnisse bis zum Beginn der Berufsausbildung vermeiden.
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Was ist ein Vorvertrag für einen Ausbildungsvertrag?
Ein Vorvertrag ist eine Vereinbarung, mit der sich Ausbildungsbetrieb und zukünftiger Auszubildender grundsätzlich auf den späteren Abschluss eines Ausbildungsvertrags verständigen. Er ersetzt den eigentlichen Berufsausbildungsvertrag nicht, sondern dient als vorbereitende Vereinbarung.
Ein solcher Vorvertrag kann beispielsweise verwendet werden, wenn der Ausbildungsbeginn noch einige Monate entfernt liegt oder bestimmte Voraussetzungen – etwa der erfolgreiche Schulabschluss – noch erfüllt werden müssen.
Wann ist ein Vorvertrag sinnvoll?
Ein Vorvertrag kommt vor allem dann in Betracht, wenn beide Seiten bereits eine verbindliche Zusammenarbeit anstreben, der endgültige Ausbildungsvertrag jedoch noch nicht sofort geschlossen werden kann.
Typische Situationen sind:
- der Ausbildungsbeginn liegt noch in ferner Zukunft,
- ein Schulabschluss oder Prüfungszeugnis steht noch aus,
- betriebliche Formalitäten müssen noch erledigt werden,
- der endgültige Ausbildungsvertrag soll erst zu einem späteren Zeitpunkt unterzeichnet werden.
Welche Inhalte sollte ein Vorvertrag enthalten?
Ein Vorvertrag sollte möglichst eindeutig formuliert sein. Je klarer die Vereinbarungen sind, desto geringer ist das Risiko späterer Unklarheiten.
Vertragsparteien
Der Vorvertrag sollte den Ausbildungsbetrieb und den zukünftigen Auszubildenden eindeutig benennen. Bei minderjährigen Auszubildenden sind regelmäßig auch die gesetzlichen Vertreter einzubeziehen.
Geplanter Ausbildungsberuf
Der vorgesehene Ausbildungsberuf sollte genau bezeichnet werden. Dadurch wird deutlich, auf welchen späteren Ausbildungsvertrag sich die Vereinbarung bezieht.
Voraussichtlicher Ausbildungsbeginn
Üblicherweise wird festgehalten, zu welchem Termin die Berufsausbildung beginnen soll. Falls der Beginn von bestimmten Voraussetzungen abhängt, kann dies ebenfalls aufgenommen werden.
Weitere Vereinbarungen
Je nach Einzelfall können weitere Punkte geregelt werden. Dazu gehören beispielsweise Bedingungen für den Abschluss des endgültigen Ausbildungsvertrags oder Hinweise darauf, welche Unterlagen noch vorzulegen sind.
Worauf sollten die Vertragsparteien achten?
Ein Vorvertrag sollte sorgfältig formuliert werden und die beabsichtigte Zusammenarbeit möglichst eindeutig beschreiben. Er ersetzt jedoch nicht den späteren Ausbildungsvertrag, der die vollständigen Regelungen über die Berufsausbildung enthält.
Vor der Unterzeichnung sollten beide Seiten prüfen, ob alle wichtigen Angaben vollständig und richtig sind. Änderungen oder Ergänzungen lassen sich am einfachsten vor der Unterschrift vornehmen.
Praxisbeispiel
Ein Handwerksbetrieb möchte einen Schüler nach dessen Schulabschluss zum Auszubildenden übernehmen. Da der Abschluss erst in einigen Monaten erfolgt und der eigentliche Ausbildungsvertrag später erstellt werden soll, vereinbaren beide Seiten zunächst einen Vorvertrag. Darin wird festgehalten, dass der Ausbildungsvertrag nach Vorliegen der erforderlichen Voraussetzungen abgeschlossen werden soll.
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Wer bereits den endgültigen Vertrag abschließen möchte, benötigt statt eines Vorvertrags einen Ausbildungsvertrag.
