Ein Aufhebungsvertrag beendet einen bestehenden Vertrag im gegenseitigen Einvernehmen. Anders als bei einer einseitigen Kündigung stimmen beide Vertragsparteien dem Beendigungszeitpunkt und den weiteren Bedingungen gemeinsam zu.
Die Vorlage hilft dabei, die getroffene Vereinbarung schriftlich festzuhalten. Sie kann an unterschiedliche Vertragsverhältnisse angepasst werden, etwa an Dienstleistungs-, Arbeits-, Miet- oder andere laufende Verträge. Entscheidend ist, dass die Regelungen zum ursprünglichen Vertrag und zu seiner Beendigung eindeutig formuliert sind.
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Was ist ein Aufhebungsvertrag?
Mit einem Aufhebungsvertrag vereinbaren zwei Vertragsparteien, dass ein bestehendes Vertragsverhältnis zu einem bestimmten Zeitpunkt endet. Beide Seiten müssen der Aufhebung zustimmen. Eine Vertragspartei kann den Aufhebungsvertrag daher nicht allein durchsetzen.
Die Vereinbarung kann sinnvoll sein, wenn eine reguläre Kündigung nicht möglich, nicht gewünscht oder mit einer längeren Frist verbunden ist. Die Parteien können beispielsweise ein früheres Vertragsende festlegen und zugleich regeln, welche Leistungen noch erbracht werden müssen.
Ein Aufhebungsvertrag sollte schriftlich abgeschlossen werden. Dadurch lässt sich später nachvollziehen, was vereinbart wurde. Bei bestimmten Vertragsarten können außerdem besondere Formvorgaben gelten. Nutzer sollten deshalb prüfen, welche Anforderungen für den zugrunde liegenden Vertrag bestehen.
Wann ist eine Aufhebungsvereinbarung sinnvoll?
Die Vorlage eignet sich vor allem, wenn beide Seiten an einer einvernehmlichen und klar geregelten Beendigung interessiert sind. Typische Situationen sind:
- Ein Vertrag soll vor Ablauf seiner vereinbarten Laufzeit beendet werden.
- Die reguläre Kündigungsfrist soll verkürzt oder nicht abgewartet werden.
- Beide Seiten möchten einen Streit über die Wirksamkeit einer Kündigung vermeiden.
- Offene Zahlungen, Rückgaben oder Restleistungen sollen gemeinsam geregelt werden.
- Eine Vertragspartei soll gegen eine vereinbarte Zahlung vorzeitig aus dem Vertrag entlassen werden.
Die Parteien sind bei der Gestaltung grundsätzlich flexibler als bei einer einseitigen Kündigung. Diese Flexibilität bedeutet jedoch auch, dass alle wichtigen Punkte ausdrücklich aufgenommen werden sollten. Nicht geregelte Fragen können später zu unterschiedlichen Erwartungen führen.
Welche Angaben sollte der Aufhebungsvertrag enthalten?
Vertragsparteien und ursprünglicher Vertrag
Zunächst sollten die vollständigen Namen und Anschriften der beteiligten Vertragsparteien genannt werden. Bei Unternehmen gehören die korrekte Firmenbezeichnung und der vertretungsberechtigte Ansprechpartner in die Vereinbarung.
Der aufzuhebende Vertrag muss eindeutig bezeichnet werden. Dafür können das Abschlussdatum, eine Vertragsnummer, der Vertragsgegenstand oder eine kurze Beschreibung verwendet werden. So bleibt klar, welche Vereinbarung beendet wird.
Zeitpunkt der Beendigung
Der Aufhebungsvertrag sollte ein konkretes Datum nennen, an dem das Vertragsverhältnis endet. Unklare Formulierungen wie „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ sind bei einer einvernehmlichen Aufhebung meist unnötig und können neue Fragen verursachen.
Zusätzlich kann geregelt werden, welche Verpflichtungen bis zu diesem Datum noch bestehen. Dazu gehören beispielsweise die Erbringung vereinbarter Leistungen, die Zahlung offener Rechnungen oder die Übergabe von Unterlagen.
Offene Zahlungen und sonstige Ansprüche
Bestehen noch Zahlungsansprüche, sollten Betrag, Fälligkeit und Zahlungsweg festgehalten werden. Das gilt auch für Erstattungen, eine vereinbarte Abschlusszahlung oder eine Entschädigung für die vorzeitige Vertragsbeendigung.
Eine umfassende Formulierung, nach der mit der Unterzeichnung alle gegenseitigen Ansprüche erledigt sind, sollte nur verwendet werden, wenn tatsächlich keine weiteren Forderungen offenbleiben sollen. Andernfalls kann eine Partei unbeabsichtigt auf Ansprüche verzichten.
Rückgabe von Gegenständen und Unterlagen
Hat eine Vertragspartei Gegenstände, Schlüssel, Geräte, Dokumente oder Zugangsdaten erhalten, sollte deren Rückgabe geregelt werden. Sinnvoll sind ein konkreter Termin sowie Angaben zum Zustand und zur Art der Übergabe.
Bei digitalen Leistungen kann außerdem vereinbart werden, wann Zugänge gesperrt, Daten übergeben oder gespeicherte Informationen gelöscht werden sollen.
Vertraulichkeit und weitere Pflichten
Bestimmte Pflichten können auch nach dem Vertragsende fortbestehen. Dazu zählen beispielsweise vereinbarte Vertraulichkeitsregeln, Datenschutzpflichten oder die Rückgabe vertraulicher Informationen. Der Aufhebungsvertrag sollte klarstellen, welche Regelungen weiterhin gelten.
Worauf sollten Nutzer achten?
Ein Aufhebungsvertrag sollte nur unterschrieben werden, wenn Inhalt und Folgen verstanden wurden. Nach der Unterzeichnung kann die Vereinbarung in der Regel nicht einfach einseitig zurückgenommen werden.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn der ursprüngliche Vertrag umfangreiche Zahlungs-, Haftungs- oder Wettbewerbsregelungen enthält. Auch bei Arbeits-, Miet- und langfristigen Geschäftsverträgen können aus einer vorzeitigen Beendigung zusätzliche Folgen entstehen. Die Vorlage muss deshalb an den konkreten Vertrag angepasst werden.
Alle Vereinbarungen sollten vollständig im Dokument stehen. Mündliche Nebenabreden lassen sich später häufig nur schwer nachweisen. Änderungen und Ergänzungen sollten ebenfalls schriftlich dokumentiert und von beiden Parteien bestätigt werden.
Einfaches Praxisbeispiel
Ein Auftraggeber und ein Dienstleister haben einen Vertrag mit einer Laufzeit von zwölf Monaten geschlossen. Nach sechs Monaten wird das Projekt eingestellt. Beide Seiten möchten den Vertrag sofort beenden, obwohl die reguläre Kündigungsfrist noch nicht abgelaufen ist.
Im Aufhebungsvertrag halten sie fest, dass der Vertrag zum Monatsende endet. Der Dienstleister übergibt bis dahin alle Arbeitsergebnisse und stellt eine letzte Rechnung. Der Auftraggeber zahlt den vereinbarten Betrag innerhalb einer bestimmten Frist. Zusätzlich werden die Rückgabe von Zugangsdaten und der weitere Umgang mit vertraulichen Unterlagen geregelt.
Verwandte Vorlagen und Themen
Je nach Situation kann statt eines Aufhebungsvertrags auch eine reguläre Kündigung erforderlich oder zweckmäßiger sein. Dabei sind insbesondere die vereinbarte Kündigungsfrist, die notwendige Form und der nachweisbare Zugang der Erklärung zu beachten.
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