Ein Leasingvertrag für ein Kraftfahrzeug regelt die befristete Überlassung eines Fahrzeugs gegen ein monatliches Entgelt. Eigentümer bleibt der Leasinggeber. Der Leasingnehmer darf das Fahrzeug während der vereinbarten Laufzeit nutzen und gibt es anschließend zurück, sofern nichts anderes vereinbart ist.
Die Vorlage auf dieser Seite enthält die Bestandteile, die in einem KFZ-Leasingvertrag üblicherweise stehen: Vertragsparteien, Fahrzeugdaten, Laufzeit, Leasingrate, Sonderzahlung, Kilometerregelung, Pflichten während der Nutzung sowie Vorgaben zur Rückgabe. Sie lässt sich als Entwurf für eine eigene Vereinbarung nutzen oder als Prüfraster, um ein vorliegendes Angebot Punkt für Punkt durchzugehen.
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Wofür die Vorlage genutzt wird
Der Leasingvertrag kommt zum Einsatz, wenn ein Fahrzeug genutzt, aber nicht gekauft werden soll. Typisch ist das bei Firmenwagen, bei den Fuhrparks kleinerer Betriebe und bei Privatleuten, die ein Neufahrzeug ohne größere Anschaffungssumme fahren möchten. Das Leasing ist im Bürgerlichen Gesetzbuch nicht als eigener Vertragstyp geregelt. Die Rechtsprechung ordnet es überwiegend dem Mietrecht zu und wendet die dortigen Vorschriften an, soweit die Besonderheiten des Leasings nicht entgegenstehen. Schließt ein Verbraucher den Vertrag, können zusätzlich die Regeln über entgeltliche Finanzierungshilfen greifen; daraus kann sich unter anderem ein Widerrufsrecht ergeben.
Diese Punkte sollte der Vertrag regeln
Vertragsparteien und Fahrzeug
Beide Seiten werden mit vollständigem Namen und Anschrift benannt, bei Unternehmen zusätzlich mit Rechtsform und Registereintrag. Das Fahrzeug wird eindeutig beschrieben: Hersteller, Modell, Ausstattung, Fahrzeug-Identifizierungsnummer, Erstzulassung und Kilometerstand bei Übergabe. Ohne diese Angaben lässt sich später kaum klären, welcher Zustand geschuldet war.
Laufzeit, Rate und Sonderzahlung
Festgehalten werden Vertragsbeginn, Laufzeit in Monaten, Höhe der monatlichen Rate, Fälligkeit und Zahlungsweg. Ist eine Sonderzahlung zu Vertragsbeginn vorgesehen, gehört sie mit Betrag und Fälligkeit in den Vertrag. Sinnvoll ist außerdem eine Regelung dazu, was bei Zahlungsverzug gilt und unter welchen Voraussetzungen der Vertrag vorzeitig endet.
Kilometerleasing oder Restwertleasing
Beim Kilometerleasing wird eine Fahrleistung vereinbart, meist pro Jahr oder für die gesamte Laufzeit. Für Mehrkilometer und Minderkilometer werden Beträge je Kilometer festgelegt, häufig verbunden mit einer Toleranzgrenze. Beim Restwertleasing wird stattdessen ein kalkulierter Restwert zugrunde gelegt, den der Leasingnehmer am Vertragsende ausgleicht, wenn das Fahrzeug weniger einbringt. Die beiden Varianten verteilen das Risiko unterschiedlich. Welche gilt, sollte ausdrücklich im Vertrag stehen.
Pflichten während der Laufzeit
Üblich sind Vorgaben zu Wartung und Inspektionen nach den Vorgaben des Herstellers, zur Reparatur in bestimmten Werkstätten, zum Abschluss einer Vollkaskoversicherung und zum Umgang mit Schäden. Geregelt wird außerdem, wer Steuern und Gebühren trägt, ob das Fahrzeug an Dritte überlassen werden darf und was für Fahrten ins Ausland gilt. Der Leasinggeber bleibt Eigentümer, Halter ist in der Regel der Leasingnehmer. Die Zulassungsbescheinigung Teil II verbleibt üblicherweise beim Leasinggeber.
Mängel und Schadensfälle
Häufig tritt der Leasinggeber seine Ansprüche gegen den Lieferanten an den Leasingnehmer ab, der Mängel dann selbst gegenüber dem Händler geltend macht. Für Totalschaden und Diebstahl sollte der Vertrag beschreiben, wann er endet und wie die offene Forderung berechnet wird. Eine ergänzende GAP-Deckung in der Versicherung kann die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und Restforderung abdecken.
Rückgabe und Zustandsbewertung
Ort, Termin und Ablauf der Rückgabe gehören in den Vertrag, ebenso der Maßstab für den Zustand: Normale Gebrauchsspuren sind hinzunehmen, darüber hinausgehende Schäden werden bewertet. Ein gemeinsames Protokoll mit Fotos, Kilometerstand und einer Liste der mitgegebenen Teile — Zweitschlüssel, Bordunterlagen, Ladekabel, Winterräder — beugt Streit vor. Wird ein Gutachten eingeholt, sollte feststehen, wer den Sachverständigen bestimmt und wer die Kosten trägt.
Wann der Vertrag sinnvoll ist
Sinnvoll ist ein schriftlicher Leasingvertrag immer dann, wenn ein Fahrzeug über einen längeren Zeitraum überlassen wird und beide Seiten planbare Kosten brauchen. Für Betriebe steht dabei meist der kalkulierbare monatliche Aufwand im Vordergrund, für private Nutzer die Möglichkeit, ein neueres Fahrzeug ohne den vollen Kaufpreis zu fahren. Wer das Fahrzeug dauerhaft behalten und frei darüber verfügen will, ist mit einem Kaufvertrag besser bedient.
Worauf Sie achten sollten
- Prüfen Sie, ob der Vertrag als Kilometer- oder als Restwertleasing ausgestaltet ist und welche Nachzahlung daraus entstehen kann.
- Rechnen Sie die Gesamtkosten aus Sonderzahlung, allen Raten und möglichen Schlusszahlungen zusammen, nicht nur die Monatsrate.
- Klären Sie vorab, welcher Zustand bei der Rückgabe erwartet wird und nach welchem Katalog Schäden bewertet werden.
- Achten Sie auf die Vorgaben zu Wartung und Werkstattbindung, damit später keine Ansprüche wegen unterlassener Inspektionen entstehen.
- Lassen Sie sich schriftlich bestätigen, welche Versicherungen verlangt werden und wer sie abschließt.
- Halten Sie Übergabe und Rückgabe in einem Protokoll fest, das beide Seiten unterschreiben.
Beispiel aus der Praxis
Ein Handwerksbetrieb least einen Transporter über 36 Monate. Vereinbart sind 20.000 Kilometer im Jahr, eine Toleranz von 2.500 Kilometern und ein Betrag je Mehrkilometer. Der Betrieb übernimmt Wartung und Vollkaskoversicherung, der Leasinggeber tritt die Ansprüche gegen den Händler ab. Bei der Rückgabe liegt der Zähler 4.000 Kilometer über der vereinbarten Fahrleistung; abgerechnet werden die 1.500 Kilometer oberhalb der Toleranz. Ein Steinschlag in der Frontscheibe war zuvor fachgerecht repariert worden und wird nicht beanstandet, eine tiefe Delle in der Seitenwand dagegen schon. Weil Kilometerstand und Zustand bei Übergabe protokolliert waren, ließ sich beides ohne Streit zuordnen.
Verwandte Vorlagen und Themen
Einen Überblick über Aufbau und Spielarten des Leasings gibt die Seite Leasingvertrag. Wer das Fahrzeug stattdessen kaufen möchte, findet unter Kaufvertrag KFZ eine passende Vorlage. Für die Übergabe und die Rückgabe eignet sich das Übergabeprotokoll KFZ.
